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Junioren
bringen frischen Wind
Die vielen sympathischen Begegnungen lassen auch in einer Arztpraxis
schnell die unangenehmen Dinge vergessen, wie im richtigen Leben.
Zu den Highlights des Medizineralltags gehören die Besuche
von Kindern mit ihren Eltern. Wenn die Tür zur Praxis aufgeht
und die kleinen Wadenbeißer an der Anmeldung vorbei ins
Wartezimmer stapfen, weiß ein jeder wohl Bescheid: jetzt
kommt Leben in den Sprechstundenalltag.
Während die Eltern noch mit den Formalitäten der Anmeldung
beschäftigt sind, steuert der Nachwuchs zielstrebig auf die
Ecke mit dem Spielzeug zu. Schnell ist die Schar wartender Patienten
in vibrierende Unruhe versetzt und ruckzuck die Kiste mit den
Bauklötzen entdeckt. Flugs ist der Inhalt auf dem Fußboden
verteilt und ein jeder begreift - es könnten Geräusche
entstehen. Besonders wenn ein konkurrierender Junior die Bühne
Wartezimmer betritt.
Kurzweil
auch im Wartezimmer möglich
Auch der Onkel Doktor erlebt immer wieder, daß die lieben
Kleinen die Sprechstunden-Spielregeln nicht auf Anhieb erlernen
wollen. Sie schätzen nun mal keine Dinge wie Holzspatel,
die man ihnen in den Schnabel steckt. Und deshalb drücken
sie gerne den Mund ganz fest zu, wenn der Arzt sich gerade das
Gegenteil herbeisehnt. So manch akademischer Geduldsfaden kommt
in dieser Lage dem Reißen nahe.
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Im
eigenen Interesse: Arzt verführt Kinder
Aber zum Glück lassen sich die Junioren recht einfach verführen
und beeindrucken. So braucht ein Arzt nur in seiner Trickkiste
zu wühlen und wundersame Dinge wie eine Wasserpistole oder
eine Handpuppe hervorzuzaubern.
Konkurrenzlos beliebt ist immer noch die einfache Plastikspritze.
Als kleines Dankeschönpräsent überreicht und vorsichtig
mit dem Hinweis versehen, man könne sie ja mit Wasser füllen
- das schafft Freunde! Der sanfte Protest der Eltern versandet
angesichts solch einer beeindruckenden Kür des Praxis-Pädagogen.
Geduldsfaden-Training
für den Doktor
Natürlich gibt es Tage, da helfen die abgefeimtesten Tricks
nicht - der kleine Patient brüllt wie am Spieß, sobald
der Doktor auch nur den kleinen Finger rührt. Selbstverständlich
würde ein zum Heilen Berufener niemals Dinge denken wie:
Halt endlich die Klappe, oder.....
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