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Armutszeugnis:
Mißbildungen in billigen Wohnvierteln
Wie die Psyche so beeinflußt auch der Geldbeutel die Gesundheit.
Nicht allein, weil mit Geld die bessere Medizin zu kaufen wäre.
Eine heftig umstrittene Studie hat am Beispiel Hamburg gezeigt,
daß in billigeren Wohngegenden häufiger Babys mit verhängnisvollen
Mißbildungen geboren werden - möglicherweise aufgrund
von Schadstoffen in der Umwelt aus Auspufftöpfen und Industrieschloten.
Krankheiten
speziell für Reiche
Doch auch die Reichen trifft es: Kinder aus wohlhabenden Elternhäusern
leiden häufiger als andere an der quälenden Neurodermitis,
einer Krankheit aus dem Feld der Allergien. Möglicherweise,
so spekulieren nun die Forscher, steigt das Allergierisiko, wenn
das Immunsystem im Kindesalter wenig gefordert wird. Wer also
blitzsauber aufwächst und obendrein nicht im Kindergarten
regelmäßigen Bazillenaustausch pflegt, riskiert demnach
eine Allergie. Damit nicht genug: Eine Studie der Universität
Mainz aus dem Jahr 1996 zeigt, daß Kinder ohne ein trainiertes
Immunsystem" auch häufiger an Blutkrebs, Leukämie erkranken.
Die Krebsforscher sehen dadurch die Vermutung gestützt, daß
die Kinderleukämie häufig durch eine Viruserkrankung
ausgelöst wird.
Spielen im Schmutz macht stark
Wer seinen Kindern also einen großen Gefallen tun will,
der beschützt sie gerade nicht vor einem normalen Maß
an Kontakten und Spielen im Schmutz. Der Bazillenaustausch von
Anfang an trainiert das Immunsystem und beugt so Schlimmerem vor.
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