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Teure Plage: Rückenschmerzen
Das Kreuz mit dem Kreuz verursacht mehr als alle anderen Gebrechen
Krankheitstage und Frührenten: Kaum ein Erwachsener, der
noch nie von einem Hexenschuß oder Schlimmerem heimgesucht
wurde. Der immense volkswirtschaftliche Schaden trifft wohl alle
Branchen außer der Ärzteschaft, die dadurch Kunden
gewinnt.
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Bei Rückenproblemen
zählt das ganze lange Elend, nicht allein von Hals bis Hintern,
sondern wirklich von Kopf bis Fuß. Schließlich können
Schwierigkeiten in den Kopfgelenken auch einmal zu Problemen in
der Hüfte führen. Und umgekehrt. Deshalb reicht eine
orthopädische Untersuchung von Kopf bis Fuß, samt Prüfung
von Nerven, Muskeln und Bändern.
Aufrechter
Gang ist eigentlich nichts für Menschen
Das Übel Rückenschmerzen hat oft uralte
Wurzeln: Der Mensch ist nicht für den aufrechten Gang geschaffen.
Das zeigen die häufigen Rückenprobleme der Zweibeiner
und außerdem die Körperhaltung mancher Mitarbeiter
in mittleren Hierarchiestufen. Das Rückgrat ist eigentlich
für Vierbeiner optimiert. Der senkrechte Gang dagegen, zumal
gepaart mit falscher Technik beim Heben oder langem Sitzen vor
dem Fernsehgerät, überfordert die Konstruktion der Wirbelsäule.
Gerät wegen unsachgemäßer Belastung ein Federelement
zwischen den einzelnen Wirbeln (Bandscheibe) außer sich
und drückt auf einen der dort zahlreich verlaufenden Nerven,
ist bisweilen der ganze Mensch mattgesetzt. Die Therapie lautet
dann oft: ab unters Messer.
Keine
Bandscheiben-Operation für Orthopäden
Doch leider führen bei weitem nicht alle Bandscheiben-Operationen
zum Erfolg. Im Gegenteil: In fünf bis 20 Prozent der Fälle
leidet der Patient nachher mehr Schmerzen als vorher. Und zu den
Mysterien der Medizin gehört die Tatsache, daß - statistisch
- die Ärzte ihren Patienten gern empfehlen, einen Bandscheibenvorfall
operieren zu lassen - selbst aber davor zurückschrecken:
83 Prozent der Orthopäden geben an, sich keinesfalls unters
Messer zu legen, solange der gedrückte Nerv in der Wirbelsäule
noch keine Lähmungen verursacht. Nun ja, ein Wegweiser geht
auch nicht den Weg, den er weist.
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